Betriebsausflug mit der Metzgerei Bless

Vom Hof in die Metzgerei – woher kommt das Rindfleisch?

Werbung durch Namensnennung – unbezahlt

Um dieser Frage auf die Spur zu gehen begleite ich die Metzgerei Bless bei ihrem Betriebsausflug. Etwa 45 weitere Gäste und Mitarbeiter schlossen sich dieser Frage an, um in einer gemütlichen Runde Antworten zu erhalten. Gegen 15 Uhr fuhr der Bus los in Richtung Riedlingen bei Zwiefalten zum Rinderbauer Daniel Burgmayer.

Betriebsausflug mit der Metzgerei Bless

Betriebsausflug mit der Metzgerei Bless

Ein Blick hinter die Kulissen der Metzgerei Bless mit vielen Eindrücken zum Thema artgerechte Rinderhaltung. Das ist auch gleichzeitig meine erste Station in meiner neuen Reihe „Blick hinter den Kulissen“.

Wissenswertes über den Hof Burgmayer

Der Hof wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet und nach drei Generationen an Daniel Burgmayer weitervererbt. Im Laufe der Jahre gaben im Umkreis nach und nach mehr Landwirte ihren Beruf auf und wechselten in anderen Branchen. Infolge dessen konnte Daniel Burgmayer seine Agrarflächen durch Pacht für die Futterproduktion erweitern. Die Schweinehaltung wurde über die Jahre zunehmend unwirtschaftlicher und komplett durch Rinderhaltung abgelöst. Der Rinderbauer hält nun 2.000 Rinder auf drei Ställen verteilt. Auch wenn es eng aussehen mag, jedem Tier stehen fünf Quadratmeter Platz zur Verfügung. Laut Biorichtlinie wären sogar nur drei Quadratmeter nötig.

Herkunft der Rinder und ihre Haltung

Daniel Burgmayer hält unter anderem die Rinderart Aubrac-Rind aus Frankreich. Dort leben die Kälber auf der Weide und werden ausschließlich mit Muttermilch gefüttert. Erst mit acht Monaten werden die Tiere dann von Daniel Burgmayer abgeholt und auf den Hof gebracht. Die Rinder sind in diesem Alter bereits so widerstandsfähig und gegen Infektionen besser geschützt. Aus den Hinterlassenschaften der Kühe stellt der Rinderbauer über eine Biogasanlagen Strom her, den er selbst nutzt und bei Überschüssen auch verkauft. Der in der Biogasanlage übrig gebliebene Dung ist umweltfreundlich und wird zum Düngen der Felder verwendet. Die Abgabe von Nitrat ins Erdreich kann mit diesem Verfahren stark reduziert werden.

Welches Fleisch bietet die Metzgerei Bless seinen Kunden an?

Die Metzgerei Bless verkauft das Fleisch der weiblichen Aubracs. Das Fleisch hat eine sehr feine Maserung und ist daher sehr zart und saftig. Das besondere an den weiblichen Tiere ist, dass sie das Fett im Muskel einlagern. Die Bullen hingegen setzen Muskelmasse an. Auch von der Statur unterscheiden sich die weiblichen Tiere von den Männlichen. Die Bullen sind im Vergleich zu den weiblichen Tieren stabiler und breiter gebaut. Ein guter Metzger, so Stefan Bless, wird jedoch weibliche Tiere bevorzugen. Ihr Fleisch ist, verleichsweise zu den männlichen Tieren, etwas teurer, da sie weniger Muskelmasse haben.

Einkehr in die Wirtschaft

Einkehr in die Wirtschaft

Einkehr in die Wirtschaft

Nach der Führung über den Hof ging es am frühen Abend weiter in die Wirtschaft. Im Restaurant Felsen gab es natürlich Rind und andere Leckereien zu Essen. Es wurde viel geredet und gelacht bis es am späten Abend mit dem Bus wieder in Richtung Möhringen ging.

Mein Fazit nach diesem Ausflug

Artgerechte Haltung hat ihren Preis. Je natürlicher und gesünder die Rinder aufwachsen dürfen, desto teurer wird die Ware beim Metzger. Aber wie der Rinderbauer Daniel Burgmayer es so schön formuliert hat: „Lieber etwas weniger Rindfleisch essen, dann aber richtiges Fleisch“.

Bildergalerie:

Thomas Santamaria

Thomas Santamaria

Ich lebe im wunderschönen Stadtbezirk Möhringen. In meiner Freizeit liebe ich es mit dem Fahrrad die Natur zu entdecken und halte die schönsten Momente mit meiner Kamera fest.